Zum Thema Auslandstierschutz

So fängt alles an ...

... Sie interessieren sich für einen Hund  aus dem Tierschutz? Sie möchten gern einem herrenlosen, aber gesunden Hund ein schönes Zuhause bieten? Sie denken daran, einen Hund aus dem Mittelmeerraum oder Südosteuropa bei sich aufzunehmen?
Dann sind die folgenden Informationen besonders wichtig und interessant
für Sie. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie sich alles durch, denn die Entscheidung für einen Hund, insbesondere aus einem anderen Lebensraum, will sorgfältig geprüft und überlegt werden, damit Ihr Traumhund auch wirklich ein Traumhund und Sie für Ihren Hund der Traummensch werden.

Zum Thema Auslandstierschutz ...

... dieses Thema wird sehr kontrovers diskutiert und manche Gegner sagen:
Warum Hunde aus dem Ausland einführen, wenn die deutschen Tierheime schon voll oder überfüllt sind. Auch wird immer öfter auf die Gefahren von eingeschleppten Krankheiten hingewiesen.

Dennoch:
Es ist wichtig, sich kritisch mit diesem Thema auseinander zu setzen und sich zu informieren, was zu einem verantwortungsvollen und sachkundig durchgeführten Auslandstierschutz gehört. Nach unserer Erfahrung gehören dazu eine Reihe bestimmter Voraussetzungen, die wir hier ausführlich darstellen.
Stimmen diese, kann einiges dafür sprechen, einen solchen Hund bei sich
aufzunehmen:
Die deutschen Tierheime sind inzwischen überfüllt mit großen Hunden und
sogenannten Kampfhundrassen. Aber kleine deutsche Hunde sind kaum zu finden. Daher werden immer öfter Hunde aus südlichen oder östlichen Ländern über Tierheime, Tierschutzvereine, private Initiativen, im Internet oder über die Zeitung angeboten.
Wenn Sie einmal selbst im Süden im Urlaub waren, wissen Sie, wie viele herrenlose Streuner es dort gibt und wie schlecht sie dort oft behandelt werden.

Hunde aus dem Süden sind die dankbarsten Freunde, die man sich wünschen
kann. Sie hatten oft kein Zuhause oder haben ihr Zuhause verloren, waren vielleicht auch schon in einer Tötungsstation untergebracht und haben selbst um ihr Überleben kämpfen müssen.
Ganz sicher sind sie bisher nicht mit Liebe verwöhnt, gesund ernährt oder ordentlich gepflegt worden. Ein solcher Hund wird Ihnen immer dankbar sein, besonders treu und anhänglich, weil er schnell versteht, dass er nun bei guten Menschen untergebracht ist und Liebe und Fürsorge erfährt.

Verhalten

Sie sind Überlebenskünstler, viele haben sich ihr tägliches Futter durch Wühlen in Abfällen oder Jagen besorgt. Die meisten von ihnen sind sehr selbstständig und gut mit anderen Hunden sozialisiert. Aggression ist selten zu finden, weil diese ihre Überlebenschancen eher verringert hätte.

Bei einem aus Süd- oder Osteuropa stammenden Hund müssen Sie damit rechnen, dass er möglicherweise sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat - oder auch bisher gar keinen näheren Kontakt zu Menschen hatte! Viele dieser Hunde haben besonders Angst vor Männern und Kindern. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Hunde mit Liebe und Geduld schnell auftauen und Vertrauen in ihre neuen Bezugspersonen fassen. Häufig sind diese Hunde auch sehr anhänglich und dankbar.
Wenn der Hund erst einmal Vertrauen hat, haben Sie in der Regel einen treuen Freund in ihm gefunden.

Die meisten Hunde sind weder stubenrein noch in irgend einer Weise "erzogen".
Die Stubenreinheit lernen aber auch ältere Hunde sehr schnell, und auch älteren Hunden kann man den Grundgehorsam noch beibringen.
Vor allem das Jagen kann man Hunden nicht so einfach wieder abgewöhnen, hier muss gezieltes Training erfolgen. Egal ob Sie in der Stadt oder im Wald wohnen, Ihr neuer vierbeiniger Freund wird vermutlich erst einmal an einer mehr oder weniger langen Leine geführt werden müssen. Vor allem die südeuropöischen Jagdhundrassen wie Podencos geben das Jagen vielleicht nie auf.

Sie werden Geduld, Verständnis und viel Liebe brauchen, um ihrem neuen
Hund Vertrauen zu geben, ihn zu erziehen und in ihm einen treuen Freund
zu finden.

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